CP-Die Geschichte

CP-Die Geschichte

Die Geschichte von Christian Pohen und CP-Schuhe.de

 

 1972+

 

 Christian Pohen wird in Gelsenkirchen geboren. Es verschlägt meine Eltern dann später nach Essen im Ruhrpott. Im Schlosspark Borbeck sehe ich als kleiner Pimpf das erste Mal ein Ritterturnier (muss noch vor 1980 gewesen sein). Mein Berufswunsch steht fest!  Lokomotivführer, Polizisten und Piloten sind doof! Ich will Ritter werden! Völlig irritiert muss ich mit ansehen, dass mein Berufswunsch in keiner Weise gefördert wird. Das stößt bei mir auf Unverständnis! Wie?!? Es gibt gar keine Ritter mehr? Offensichtlich müssen meine Eltern unter Bewusstseinsstörungen leiden! Ich habe die Ritter doch gesehen! Echt und lebendig haben sie vor mir gestanden! Durch ständig fortwährende schädliche Einflüsse meiner Eltern muss ich den Schulweg beenden und darf nicht Knappe werden! Dann werde ich auch noch gezwungen eine Elektrikerlehre zu beginnen und zu beenden! Ich leide Höllenqualen!

 

ca.1990-92+

 

Doch dann lerne ich endlich ein paar halbwegs realitätsnahe Menschen kennen! Ich habe das LARP für mich entdeckt! Doch schnell muss ich feststellen: Dad is nich mein Ding! Da gibts ja keine Pferde!

 

1992+

 

 Endlich entdecke ich die noch kleine Mittelalterszene für mich. Hier gibt es sie also doch noch! Ich habe die letzten Ritter entdeckt! Man sieht sich um und lernt schnell. Beispielsweise, dass es im Mittelalter noch keine BW-Kampfstiefel gab. So`n Mist! Was tun? Ich halt : "Mensch du! Schuhe im Mittelalter? Kann doch nicht so schwer sein..." Wie sich der wissende Leser denken kann: Eine verheerende Fehleinschätzung der Lage! Ein/zwei Jahre später, nach Unmengen Schweiß, Blut und Tränen ist es soweit. Es ist ein tragbares Paar Schuhe entstanden! Jupyeiä!!! Doch ein Schock wie Blitz und Donner als ich das "Shoes and Patterns" in die Finger bekomme! Irgendwie sind diese Schuhe zwar tragbar und sie sehen echt äh, naja, "mittelalterlich" aus, aber leider haben sie nix mit den beschriebenen Funden zu tun. Man arbeitet hart an der Thematik weiter und im Laufe der Zeit entstehen immer bessere Schuhe, die sogar an Freunde und Bekannte verkauft werden. Ich mache immer mehr Schuhe und es wird langsam zum Haupterwerb. In der Zeit um `92 fange ich dann auch mit dem Reiten an. Anfangs "Englisch", also naja… primitive Formen der deutschen Dressur, dann entdecke ich das Westernreiten. Man ist ja einhändig geritten. Schnell merke ich jedoch: Rinderhirten haben das Kämpfen mit Schwert und Lanze nicht so im Sinn.

Wie durch Magie will es der Zufall das ich mit Fred Struben auf ein Turnier nach Tschechien fahre. Ich reite auf einem fremden Pferd, welches noch nie im Turnier war. Und Ich wusste noch weniger vom Reiten als das schlecht ausgebildete Pferd! Nun was soll ich sagen? Ein Desaster! Und doch: Ich entdecke die Schauspielerei in mir. Will sagen: kompetentes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit und Unvermögen. Im gesamten Turnier habe ich, gegen Ende, absolut und ausschließlich einen einzigen Ring "erheischt". Ein Gewaltiger Jubel bricht aus! Bei keinem einzigen Exerzitium habe ich sonst auch nur einen Punkt bekommen! Ich bin fasziniert. Ich benehme mich wie ein Vollidiot und die Leute jubeln?!? Ich bleibe am Thema.

 

ca.`97

 

  Equitana Pferdemesse in Essen. Ich stoße auf die "klassische Dressur" heute auch immer gerne "Barockreiten" genannt. Endlich! Die Erleuchtung! Ich habe das "wahre" Reiten entdeckt.

ca. ab `98-99 Auch mittelalterlich finde ich die Erleuchtung. Ich werde fließend Mitglied bei der Company of St.Georg und bei 1476 Städtisches Aufgebot.

 

ca.`99

 

Equitana Pferdemesse in Essen Ich lerne Wolfgang und Christin Krischke und Ihre Tjoster näher kennen. Eigentlich kannte man sich schon von den Turnieren, ich hatte aber nie erwähnt das ich mich auch im Reiten versuche. Ab zum Vorreiten und zickzack: ich reite meine erste Saison als "echter" Ritter. Auch wenn sich inzwischen natürlich das Ein oder Andere in den eher romantischen Vorstellungen korrigiert hatte: Der Berufswunsch ist erfüllt. Ich werde Ritter! Ich wusste es. "Jeder kann seine Sterne ändern"

 

Ab 2001

 

Die erste Homepage zum Schuhverkauf

 

Ab 2002

 

Ich reite durch verschiedenste Umstände (hauptsächlich, weil "Die Tjoster" nun keine Turniere mehr machten...) bei den Löwenrittern von Fred Struben.

 

Ab 2004

 

Eine neue Homepage geht online, vielen Dank bei AIS-Consulting.

 

`02`03`04`05

 

Diverse Siege und Platzierungen im freien Turnier in Freienfels und so an die 45-60 einzelne Turniere im Jahr. Die Schuhmacherei tritt in den Hintergrund und ist nur noch Winterbeschäftigung. Ich reite immer mehr spanische Pferde und schließlich Berberpferde aus Nordafrika.

 

2003

 

Ich starte den Import und Handel mit Mittelalter -Messingschnallen aus Indien.

 

2005

 

Ich starte den Import und Handel mit Mittelalter - Schuhen (bis dato alles Eigenproduktion)! Die ersten importierten Schuhe haben riesigen Erfolg! Es sind nur 2 x 50 paar und dann noch mal 100 paar, die noch dazu scheußlich aussehen…aber sie sind wendegenäht und sehr günstig. Und…siehe da…    sie sind schneller verkauft als ich kucken kann…Eine neue Geschäfts Idee entsteht… Ich begebe mich auf Aventurie in ein fernes Land in dem die Menschen fremdländisches kauderwelsch Sprechen und sehr sehr sehr scharf essen…Ich reise nach Indien und bringe den ersten Handwerkern bei, wie man mittelalterliche Schuhe macht… glücklicherweise dauert der Flug nur ein paar Stunden…Unter mittelalterlichen Bedingungen wäre ich in frühestens 3-4 Jahren wieder zurück gewesen…

 

2006

 

Ich hänge das Ritter-Turnierreiten vollständig an den Nagel, leihe mir jeden Rubel den die Bank mir gibt, um möglichst viele Schuhe einzukaufen und werde 100% Schuhhändler. Man wird ja nicht jünger und ich habe den ein und anderen Knochenbruch hinter mir. Reiten ist wieder "nur noch" Hobby. Es geht auch die neue Heimseite ins Netzt, jetzt mit komplettem Shop-system. Eine Mega Projekt! Vielen Dank für die tolle Umsetzung an AIS Consulting und SchierIT.

Auch ein wenig Selbstkritik…Nun begibt es sich, das Schuhe verkaufen doch ein wenig anders ist als Reiten…

Es wurden viele Kaufmännische Fehler gemacht. ich kümmerte mich nicht gut genug um die Kunden, Bestellungen wurden nicht schnell genug bearbeitet, tausend Kleinigkeiten häufen sich auf …Noch dazu schludern die Handwerker, die Qualität ist nicht so wie ich sie habe will…Aber trotz einiger kritischer Kommentare. So gibt es doch haufenweise Lob, welches mich bestärkt weiter zumachen wie immer, nämlich mit dem Kopf durch die Wand… frei nach dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht…Im großen und ganzen: Alles läuft prima, die Schuhe kommen gar nicht so schnell nach wie ich sie verkaufen könnte... das Geschäft wächst und wächst und wächst rasend schnell…

 

2007

 

Ich lerne, lerne, lerne , Fehler sollte man immer nur einmal machen…

was bedeutet es ein fleißiger  Kaufmann zu sein ? früher und heute…

Buchführung, Unternehmensführung, Lagerhaltung, Internet, Computer, Versandhandel, Werbung, Vertrieb, Qualitäts- Kontrolle und Sicherung…usw.  Alles Böhmische Dörfer für einen fahrenden Ritter ;-)

Langsam wird aus dem netten lockerem Ritterleben ein 14 stunden job…Und im Sommer eine 6-7 Tage Woche…

Was sind Pferde doch einfach…

 

2008

 

Ein neues Jahr beginnt…  Die Zeit rennt und wir rennen mit...  Wieder geht eine neue wesentlich Verbesserte Homepage ins Netz.  CP-Schuhe wird als Marke eingetragen…

Zahlreiche Verbesserungen an den Schuhe wurden vorgenommen und werden noch folgen.Es sind zur Zeit über 20 verschiedene Schuhmodelle im Programm und die nächsten sind in Planung…

Am 21.Juni ein großer Schritt...  Ich heirate...

aber ... Alles in allem viiiiiel zu viel Arbeit, ich hab  - gelinde gesagt-  die Schnauze gestrichen voll...

Ab Anfang Juni stelle ich eine neue Bürokraft ein, die mir einiges abnimmt.

Und ich fahre mit meiner Frau erstmal 3 Wochen weg...

 In dieser Zeit mache ich mir einige Gedanken, etwas muß ich ändern...

180/100 Blutdruck beim Blutspenden ließen mich nachdenklich werden...

 

2009

Wir haben inzwischen 35 verschiedene historische Schuhe im Programm einmalig in Europa... leider ist nicht immer alles gleichzeitig lieferbar... aber es wird besser.

Wir Importieren inzwischen Schuhe und Bekleidung von Partnern in Indien, Pakistan, Türkei und China...

Zum ersten April kommen noch 2 neue Mitarbeiterinnen dazu, die Arbeit ist einfach nicht mehr zu schaffen...

Durch nun inzwischen 3 Mitarbeiterinnen ist alles ein wenig lockerer geworden... ich hab auch mal wieder ein wenig Freizeit...